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Hamburg wird Kinky

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So´n sexy hohes Teil, das musst du fühlen….! Wovon ich rede? Na was glaubt Ihr denn? Von High Heels oder besser gesagt von Kinky Boots natürlich. Der Broadwayerfolg ist seit Dezember 2017 nun auch in Deutschland, genauer gesagt in Hamburg auf der Reeperbahn im Stage Operettenhaus, und sorgt für mehr Toleranz, gute Laune und eine große Party.

Am 28. Januar 2018 durfte ich zusammen mit einer Freundin das Musical testen. Ich muss gestehen: Ich hatte keine so wirkliche Ahnung was mich erwartet. Klar, hatte ich den Trailer gesehen und die Beschreibung des Musicals gelesen, aber genaueres kannte ich nicht. Keine Songs, keine genauere Geschichte. Doch meine Freundin und Ich wollten uns auch einfach überraschen lassen, dies taten wir auch und wurden mehr als positiv überrascht. Doch ich will nun ein bisschen mehr über das Musical erzählen und es Euch schmackhaft machen. Da „Kinky Boots“ meiner Meinung nach definitiv ein Besuch wert ist.

27652795_1166550586813859_333415399_oKinky Boots basiert auf eine wahre Begebenheit und handelt von zwei Menschen, die auf den ersten Blick nichts verbindet. Charlie wächst durch seinen Vater in einer Schuhfabrik auf und bekommt seitdem er ein kleiner Junge ist nur gesagt, was er zu machen und zu tun hat: Seinen Papa stolz machen und die Fabrik übernehmen. Jedoch ob er dies wirklich will, wird überhaupt nicht gefragt, obwohl er es immer wieder durchblicken lässt, dass dies eben nicht der Fall ist.

Doch es kommt natürlich, wie es kommen muss. Gerade in die Großstadt gezogen, verstirbt Charlie´s Vater. Dieser macht sich sofort wieder auf den Weg in seine ehemalige Kleinstadt und wird überrascht mit dem Aspekt, dass sein Vater´s Heiligtum „Price & Son“ kurz vorm Bankrott steht. Jedoch wie heißt es immer so schön: Sobald sich eine Tür schließt, öffnet sich am anderen Ende wieder eine. In Charlie´s Fall öffnet sich sozusagen eine riesige knallrote Tür namens Lola.

Lola ist eine Drag Queen, wie sie im Buche steht. Jedoch, wenn Lola eins ist, dann ist sie: Einzigartig. Eine Queen voller Eleganz, Klasse und mit mächtig viel Humor und Entertainmentfaktor. Lola alias Simon entwickelt sich zu einer puren Inspiration für Charlie und seine Schuhfabrik. Schließlich ist der Markt an Herrenschuhen sehr überlaufen, aber jedoch der Markt an High Heels für Männer sehr gering bzw. gar nicht vorhanden. Also entschließt sich Charlie gemeinsam mit Lola, die er als Designerin ins Boot geholt hat, diesen Markt endlich zu füllen, um somit für Lola und ihre Angels die perfekten High Heels für ihre gewagten Tanzeinlagen zu fertigen. Diese Aufgabe stellt die beiden Männer samt der gesamten Schuhfabrik auf eine besondere Probe und lässt besonders Charlie zu einem richtigen Mann heranwachsen.

Doch neben dieser tollen Geschichte bietet Kinky Boots noch viel mehr. Die Musik, die von Cyndi Lauper geschrieben wurde, hat so viel Pepp, macht gute Laune und hat Beats parat, die einen von den Sitzen reißen. Doch auch die ruhigeren Töne schafft das Musical perfekt in Szene zu setzen. Dafür sind unter anderem auch die unglaublichen Stimmen der Darsteller verantwortlich. Besonders Benét Monteiro sorgt mit Lola´s Solo „Trag mich in dein Herz“ für Gänsehaut Pur.

Stimmung und Gänsehautgarantie sind jedoch nicht die einzigen Pluspunkte bei Kinky Boots. Die größten Pluspunkte sind aber definitiv die Comedyelemente.  Das Musical und gerade die Darsteller schaffen es immer exakt die Pointe auf die Minute genau zu bringen. Ganz gleich ob die Pointe durch einen Witz gesprochen, durch eine Gestik oder Mimik gezeigt wird, beim Publikum kommt es an und sorgen für eine menge Lacher. Da möchte ich besonders: Jana Stelley als „Lauren“, Benjamin Eberling als „Don“ und natürlich Benét Monteiro als „Lola“ hervorheben. Die es schaffen mit ihrer ganz besonderen Art, die Zuschauer zum Lachen zu bringen und sich somit unvergesslich zu machen.

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Die ganze Darstellercrew ist perfekt gewählt. Dominik Hees als „Charlie“ ist als Hauptrolle perfekt gewählt. Er verleiht dem Charakter mit seiner Schauspielerei und Stimme, das besondere etwas und regt oft zum Nachdenken an. Jedoch ein besonderes Lob möchte ich noch an die „Angels“ aussprechen: Diese Männer bzw. diese Ladies bringen einen komplett zum Staunen. Nicht nur wegen ihren unglaublichen Aussehen. Schließlich muss man teilweise echt zweimal hingucken, um zu erkennen, dass die Angels keine Frauen sind, sondern besonders begeistern tun sie mit ihren Tanzfähigkeiten auf High Heels auf denen manche Frauen noch nicht mal zwei Schritte laufen können. Dafür haben alle Darsteller wirklich meine Hochachtung. Das ist einfach nur unglaublich und teilweise wirklich spektakulär.

Na? Habe ich es geschafft Euch das Musical schmackhaft zu machen? Wäre es was für Euch oder ward Ihr sogar schon selbst drin? Lasst es mich gerne wissen.

Ich kann „Kinky Boots“ wirklich vom tiefsten Herzen empfehlen und das nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder. Kein Musical hat eine tollere Botschaft, als dieses: Mehr Toleranz, mehr an sich Glauben und man selbst sein, schließlich sind alle anderen schon vergeben.

In diesem Sinne: Life is better in High Heels!

 

Eure Vany

 

27653136_1166550536813864_1708616477_o-e1517511413222.jpg*Dieser Blogpost ist keine Werbung und ist nicht gesponsert, sondern nur meine Meinung/Empfehlung an Euch*